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Südafrika von A-Z

Anreise
Die Republik Südafrika ist von Deutschland gut zu erreichen. Frankfurt ist ca.12 Flugstunden entfernt.
Fast jede internationale Fluggesellschaft fliegt Johannesburg oder Kapstadt an.

Banken
Sowohl die örtlichen Banken als auch die Zweigstellen internationaler Banken bieten einen vollständigen Bankenservice an. Es gibt keine Währungsbeschränkungen.

Bevölkerung
In Südafrika leben zahlreiche Volksgruppen mit unterschiedlicher Sprache, Kultur und Herkunft. Die größeren Gruppen heißen Xhosa (17%), Zulu (21%) und Sotho (15%). Daneben gibt es kleinere Minoritäten, namentlich Tswana, Venda, Ndebele, Swasi und weitere. In Natal leben rund eine Million Inder, deren Vorfahren einst nach Südafrika kamen, um sich als Arbeiter auf den Zuckerrohrplantagen zu verdingen. Vorwiegend im Kap-Gebiet leben zudem rund 3 Millionen gemischtrassige Menschen, die sogenannten "Coloureds". Sie sind die Nachkommen aus Verbindungen der holländischen Siedler mit den Ureinwohnern am Kap (Khoikhoi) sowie mit Malaien, die im 18. Jahrhundert als Sklaven aus Ostindien verbracht worden waren.
Der Anteil der vergleichsweise wohlhabenden Weißen an den 45 Millionen Südafrikanern beträgt rund 8% (4 Millionen). Die meisten von ihnen sind Nachfahren holländischer, deutscher oder französischer Immigranten. Die Muttersprache dieser "Afrikaaner" ist das dem Holländischen ähnliche Afrikaans. Daneben gibt es einen englischsprachigen Bevölkerungsteil, der sich hauptsächlich auf das westliche und östliche Kap-Gebiet sowie auf Natal konzentriert.

Einreise
Staatsangehörige aus den EU-Ländern brauchen nur einen gültigen Reisepass. Falls Sie nach Swaziland oder Lesotho reisen möchten, muss der Pass über freie Seiten verfügen. Das Visum erhalten Sie beim Grenzübertritt.

Essen und Trinken
In die Südafrikanische Küche hat jede dort lebende Volksgruppe ihre eigenen Spezialitäten eingebracht und jeder Gaumen kann befriedigt werden. Besonders beliebt sind die indischen Curries, aus der kapholländischen Küche, Lamm, Springbok(Vension), Bobotie(Aufläufe) und Bredies(Eintöpfe)

Die Weine haben ein außergewöhnlich hohes Niveau und sind aus den Weltweinkarten nicht mehr wegzudenken.

Fotografieren
Fotografieren darf man überall . Regierungsgebäude und militärische Einrichtungen sollten nicht fotografiert werden. Südafrika ist kein Zoo und die Menschen haben eine Würde. Bitte sind Sie daher bei Personenaufnahmen zurückhaltend und fragen Sie vorher. Die meisten Südafrikaner freuen sich, wenn sie gefragt werden und geben in der Regel dann auch die Erlaubnis.

Respektieren Sie aber auch die Ablehnung und gelegentlich kann es aber auch nur vorkommen, dass man ein kleines Trinkgeld erwartet.
Riskieren Sie auf einer Safari nicht Ihr Leben! Auf den Straßen dürfen Sie die Wagen nur an extra eingerichteten Plätzen verlassen und ansonsten sollten sich nur vorsichtig aus dem Fenster lehnen. Auch wenn die Tiere völlig ruhig wirken und nur vor sich hindösen, können sie urplötzlich aufspringen.

Vor allem auf der Kaphalbinsel und dem Tafelberg sollten Sie ihre Kameraausrüstung niemals auch nur für kurze Zeit ablegen. Hier besteht weniger die Gefahr vor menschlichen Dieben, sondern eher das Baboons (Paviane) auf Nimmerwiedersehen mit der Ausrüstung verschwinden.

Geschäftszeiten
Behörden und Banken sind in der Regel von 09, - 15.30 geöffnet. Die Geschäftszeiten im privaten Sektor sind unterschiedlich. Die meisten Geschäfte sind bis 17 Uhr geöffnet. Die Einkaufszentren auch länger und am Samstag.

Geografie
Das Land, mehr als dreimal so groß wie Deutschland, liegt rund 12.000 km von Europa entfernst und bedeckt die komplette südliche Spitze des Afrikanischen Kontinents. Von der Kapspitze bis zur nördlichen Grenze Südafrikas am Limpopo Fluss sind es rund 2000 Kilometer.

Gesundheitsversorgung
In Südafrika gibt es eine gute Gesundheitsversorgung und viele vorbildlich ausgerüstete Krankenhäuser. Der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung ist trotzdem empfehlenswert.

Impfungen
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben. Eine Malariaprophylaxe wird für den Krügerpark, die Limpopo Provinz in gewissen Jahreszeiten empfohlen. Vorsorglich kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt.

Infrastruktur und Verkehr
Es ist ein weites Netz erstklassiger Straßen vorhanden, die Beschilderung ist hervorragend. Es herrscht Linksverkehr.

Kleidung
Leichte Sommerkleidung ist fast das ganze Jahr über angebracht, in den Wintermonaten empfiehlt es sich jedoch, vor allem für abends, Jacke oder Pullover mitzunehmen. Es empfiehlt sich, wegen der intensiven Sonnenstrahlen, eine gute Sonnenbrille oder Brillen mit getönten Gläsern zu tragen, vor direkter Sonne sollte man sich mit Hut oder anderen Kopfbedeckungen schützen.

Klima
Südafrika erstreckt sich zwischen 22 und 34 Grad südlicher Breite und fällt in den Bereich der Subtropen. Im Vergleich zu Gebieten mit ähnlicher Breitenlage sind die Temperaturen jedoch in vielen Regionen niedriger. An der Westküste sorgt der kalte Benguela-Meeresstrom für gemäßigte Temperaturen, im zentralen Hochland ist es die Höhenlage (Jo'burg liegt auf 1753 m Höhe), die auch im Hochsommer das Thermometer kaum über 30 Grad klettern lässt. Im Winter sinken die Temperaturen - ebenfalls bedingt durch die Höhe - bis auf den Gefrierpunkt , teilweise auch darunter. Lediglich an den Küsten ist es dann wärmer. Niederschläge fallen vorwiegend in den Sommermonaten, außer im westlichen Kap, das als Winterregengebiet gilt. In Kapstadt wehen dann teilweise heftige Winde. An der Gartenroute kann es das ganze Jahr zu Regenschauern kommen.

Kreditkarten
Alle gängigen Kreditkarten werden im Allgemeinen in den größeren Hotels und Geschäften akzeptiert. Einige Läden gewähren Preisnachlässe bei Barzahlung.

Maße und Gewichte
Offiziell gilt das metrische System.

Pflanzen
Mit über 20.000 Pflanzenarten - rund 10% aller Pflanzen auf der Welt - verfügt Südafrika über eine extrem artenreiche Flora. Rund 8000 Arten konzentrieren sich dabei auf die kleine westliche Kapregion. Es handelt sich dabei vorwiegend um immergrüne Hartlaubgewächse mit meist feinen, nadelartigen Blättern. Der Feinbusch ist besonders reich an prachtvollen Blütenpflanzen, allen voran die herrlichen Proteas, von denen es allein 130 verschiedene Arten gibt. Wegen ihrer so unterschiedlichen Formen, Farben und Eigenschaften wurden Sie von dem schwedischen Botaniker Carl Linnaeus nach dem griechischen Gott Proteus benannt, der der Mythologie zufolge nach Belieben sein Äußeres ändern konnte.

Ist der Reichtum an Blütenpflanzen geradezu überwältigend, so sieht es mit den Waldbeständen ganz anders aus. Nur 1 Prozent der Fläche Südafrikas sind mit Wäldern bedeckt, fast ausschliesslich im niederschlagsreichen Küstenstreifen des Indischen Ozeans gelegen . Leider handelt es sich dabei vorwiegend um Plantagen und importierte Baumarten, meist Eucalyptus, Kiefern oder Fichten. Der ursprüngliche Regenwald fiel dem Raubbau weitgehend zum Opfer.

Ortszeit
Der Zeitunterschied beträgt in unserem Winter + 1 Stunde, während unserer Sommerzeit zeitgleich

Reisezeit
Südlich des Äquators sind die Jahreszeiten entgegengesetzt zu unseren, der Sommer beginnt im Dezember, Juli ist Winter. Mit angenehmen Temperaturen eignet sich diese Zeit besonders zur Tierbeobachtung. Hauptreisezeit der Südafrikaner ist der Sommer. In Kapstadt macht der oft scharfe Wind im März/April eine Pause. Im Weinland werden die Trauben geerntet. Im August/September kann die Blütenpracht im Westen des Kaplandes bewundern.

Sprache
Amtssprache ist English. Außerdem werden Afrikaans, Zulu und Xhosa gesprochen.

Stromversorgung
Die Stromspannung ist 220/230 Volt bei 50 Hertz. Die Steckdosen entsprechen der englischen Norm und sind 3-polig. Für deutsche Geräte werden Adapter benötigt, die meist im Hotel erhältlich sind.

Telekommunikation
Die Telefonverbindungen, sowohl innerhalb des Landes als auch mit dem Ausland, sind ausgezeichnet. Fast alle Länder können per Direktwahl erreicht werden. Viele Hotels bieten Internetzugang gegen eine geringe Gebühr. Handys loggen sich problemlos ins örtliche Netz ein.

Tiere
Südafrika ist mit Recht stolz auf sein reiches Naturerbe, das in den zahlreichen Naturreservaten und National Parks sorgfältig geschützt wird. Das Land ist Heimat für mehr als 300 Säugetierarten, mehr als 500 Vogelarten, mehr als 100 Reptilienarten sowie für unzählige Insektenspezies. Nicht alle Tiere sind leicht zu beobachten. Abgesehen davon, dass viele Arten nachtaktiv sind, spielen Jahreszeit, Ort, Witterung und natürlich auch der Zufall eine Rolle. Wer Tiere beobachten und fotografieren will, braucht stets Geduld und Zeit, und darüber hinaus lichtstarke Foto-Objektive mit langen Brennweiten

Trinkgelder
Trinkgelder werden wie fast überall auf der Welt gehandhabt: Zehn Prozent sind üblich. Bei einigen Restaurants ist Bedienung im Preis inbegriffen.

Wirtschaft

Südafrika hat sich zunehmend vom Agrar- zum modernen Industriestaat gewandelt. Die Apartheid wirkte sich lähmend auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit aus. Erst mit dem Ende dieser Zeit kam auch die wirtschaftliche Wende. Eine wichtige Rolle für das rohstoffreiche Südafrika spielt nach wie vor der Bergbau. Insbesondere die Platin Produktion beschert dem Land, das über 88% der gesamten Platinvorräte der Welt verfügt, steigende Gewinne.

Mit rund 7 Millionen Besuchern pro Jahr trägt auch der Tourismus zum Devisenaufkommen bei. Die Regierung fördert diesen Sektor stark, da er sehr Arbeitsplätze-intensiv ist (8 Touristen bedeuten einen neuen Arbeitsplatz). Rund 1,1 Millionen Menschen sind im Bereich Tourismus beschäftigt.

Arbeitslosigkeit und Armut weiter Teile der Bevölkerung sind die Sorgenkinder der südafrikanischen Wirtschaft, die nach wie vor mit einer Arbeitslosenquote von fast 40% konfrontiert ist.



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